Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

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Stefanseiner
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Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

Hallo zusammen,

nach längerer Zeit des Suchens und der Entscheidungsfindung (danke vielmals für eure Unterstützung im Ursprungs-Thread -> Faltcaravan für E-Auto gesucht ) haben wir uns für unsere künftigen Familienurlaube nun für einen
Trigano Oceane von 1994 entschieden und gestern abgeholt :hurra: :klapp: :prost:

Hier erstmal ein paar Eindrücke vom Abbau / Abholen:
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Mehr Bilder gibt es derzeit noch nicht, werden aber folgen, wenn wir den Falter die Tage im Garten aufbauen und genauer unter die Lupe nehmen.
Aber was ich zum Zustand bisher sagen kann:

Anhänger / Technik:
- technisch topp, TÜV frisch gemacht und ohne Mängel durchgegangen
- vom Vorbesitzer dieses Jahr neu gemacht wurden: Reifen + Felgen, Bremsen-Fangseil, Bremsen nachgestellt, Handbremsgriff, kpl. Kabelbaum vom 7-poligen Stecker bis zu den Rückleuchten
- Deichselbox gibt es leider keine aber ich möchte unbedingt eine haben. Mal kurz bei eBay / Amazon geschaut, die sind erstens gar nicht mal so günstig und zweitens auch nicht wirklich groß. Könnt ihr hier was empfehlen, wo man eine gescheit große und dennoch bezahlbare Box herbekommt?
- 100er Zulassung: leider nicht vorhanden. Gibt es Erfahrungen zum Trigano Oceane, was dafür notwendig ist? Laut Vorbesitzer "nur" Radstoßdämpfer.
- Auflaufbremse: brauche ich eigentlich nicht, im Gegenteil, ein Auflaufen bergab würde sogar den Akku des Autos stärker laden. Kann man die vielleicht irgendwie arretieren und außer Kraft setzen? Wobei ich mir vorstellen kann, dass sich dann die Bremsbacken irgendwann festsetzen, wenn sie dauerhaft nicht benutzt werden, was dann Stress beim nächsten TÜV gibt


Zelt:
- nichts riecht muffig, keine Schimmel- oder Stockflecken
- Zeltschürze ist topp, nichts eingerissen
- Zeltplane hat zwei geflickte Stellen (1 Loch ca. 3cm groß im Hauptzelt, eines ca. 1cm im Vorzelt) und ein nicht repariertes, stecknadelgroßes ebenfalls im Hauptzelt, kaum bis keine Flecken, Zeltstoff ist für ein 30 Jahre altes Zelt mMn sehr gut in Schuss
- Reißverschlüssel sind gut, die Fenster sind nicht blind und dicht
- Schlafkabinenstoff hat schon bessere Tage gesehen, teils eingerissen, fleckig - gehört mal ordentlich gewaschen und ggf. eingefärbt. Ebenso sind die Gummis zum Aufhängen durch. Mal sehen ob eine Reparatur (Nähen der Risse) lohnt, meine Frau hat beim Anblick der Kabinen bereits leichte Platzangst bekommen und wir werden die vermutlich eh nicht benutzen.
- Sonnensegel ist auch dabei, finde ich mega und super wichtig.
- "Dackelkabine" für unter die linke Aufklappfläche ist ebenfalls dabei und offenbar unbenutzt

-> notwendige Reparaturen & Fragen dazu:
- Zelt Grundreinigung und danach neu imprägnieren. Frage: wie macht man das am besten, Zeltreinigerkonzentrat + Hochdruckreiniger oder von Hand mit der Wurzelbürste oder wie?
- die Gummiösen für die Heringe sind rundherum porös und durch, die werden ersetzt. Welche eignen sich hierzu am besten? Weil die runden Ringe bekommt man nachträglich ja nicht mehr in die Stoffschlaufen eingearbeitet
- Zeltflicken überprüfen und ggf. nacharbeiten. Was nimmt man hierzu am besten? Zeltflicken zum Aufbügeln?
- eine passende Aufbauanleitung wäre toll, wenn die jemand hätte. Im Netz finde ich nur was für den Trigano Oceane GL aber der ist doch ein gutes Stück anders aufgebaut.


Zeltgestänge:
- zwei der drei Endstummel (die mit dem senkrechten Metallstift, wo der kleine Überstand des Vorzeltes dann eingehongen wird) sind leicht verbogen und lassen sich nicht komplett versenkt in die langen Rohre einschieben
- beim Vorzelt scheint mir fehlen Gestängeteile. Auf dem 2. und 3. Bild kann man vielleicht erkennen, dass vom Hauptzelt ausgehend nach etwa 1/3 der Vorzeltlänge das Dach durch Querrohre gehalten wird, dann kommen 2/3 der Vorzeltlänge aber keinerlei Querrohre unter dem Dach mehr und das Zeltdach hängt durch. Was der Vorbesitzer nicht zuordnen konnte, was mMn aber genau an besagte Stelle gehört: zwei Rohrgestänge und ein abgewinkelter Verbinder, der eine Einkerbung hat so als würde man den über das Giebelrohr des Zeltdaches einfach drüberlegen, ohne feste Verbindung / Verschraubung. Was allerdings fehlt sind dann die notwenigen Verbinder, um die Rohre dann an den Außengestängen des Vorzeltes zu fixieren, da ist nix zum Stecken, das muss irgendwie geklemmt / verschraubt werden. Oder kennt da jemand was universell passendes? Ich kenn sowas nur für die kleinen Baumarkthänger aber sowas in der Art bräuchte ich wohl
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(Bildquelle = eBay.de)

- bei den vier Füßchen der Schlafkabinen sind die meisten der "Kugelfüßchen" weg. Wie heißen die denn richtig, damit ich mal nach Ersatz schauen kann?


Matratzen:
hier müssen wir dringend nacharbeiten, und ich weiß noch nicht wie.
1. der Absatz zwischen Liegefläche und Sitzfläche mit ca. 2,5cm Höhenunterschied wird definitiv immer jemanden beim Schlafen stören
2. die Matratzen sind generell zu dünn
Nun bin ich mir unschlüssig, was die beste Vorgehensweise wäre.
- Matratze durch eine zweite, dünne aufdoppeln? Wäre das einfachste, aber dann spürt man den Absatz vermutlich trotzdem im Rücken
- den Absatz irgendwie ausgleichen durch ein Brett? Müsste ich mal schauen, ob man das fest aufschrauben kann oder ob das dann das Zusammenklappen behindert, andernfalls Brett lose dazulegen. Vorteil: ebene Liegefläche, Nachteil: das Sitzpolster passt dann nicht mehr und man müsste eine komplett neue, dicke Matratze besorgen und auch dann irgendwie verstauen
- generell das Verstauen: mir schwebt da vor eine zus. große Tasche oben auf den Falter drauf und mit Spanngurten festzurren. Oder hat jemand eine Idee, wie man das besser machen könnte? Vielleicht eine kleine, flache Dachbox obenauf verzurren?
Achja, Luftmatratzen kommen nicht in Frage. Weil wir davon weg wollen (Rumgehüpfe, wenn sich einer bewegt + ständig platt) ist der Falter ja erst zum Thema geworden.


Elektrik:
hier überlege ich noch, ob ich überhaupt irgendwas nachträglich einbauen soll. Wenn überhaupt brauchen wir Licht im Zelt, und das geht auch mit so Akku-Solar-LED-Dingern.
Zum Kochen bin ich aktuell am Schauen nach einer mobilen Campingküche + Doppelgasbrenner (hab noch einen von Omma, falls der zu sperrig und schwer ist, die gibts in neu und leicht für 20€), 6kg Gasflasche dran und evtl. dazu dann noch eine Absorber-Kühlbox. Die geht dann nochmal etwas ins Geld, aber gebraucht findet man da auch hin und wieder was für um oder unter 100€.

Wenn 230V gebraucht wird dann könnte man das auch mit einem kleinen Stromverteiler regeln, der dann im Vorzelt hängt.
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Im Hauptzelt selbst werden wir, so zumindest der Plan, nur schlafen und uns nicht aufhalten / drin essen o.ä., also bräuchte ich im Anhängerbereich auch kein Strom. Und so Spielereien wie 12V vom Auto her mittels Spannungswandler zu 230V machen, mmh, das wird dann wieder eine Bastelei ohne Ende, mit Pufferbatterie, Sicherungskasten, externem Photovoltaikmodul zum Aufklappen und Nachladen und so Firlefanz, da möchte ich mich jetzt gerade (noch) nicht drin verlieren.


Sonstiges:
- ausstattungstechnisch sind wir ansonsten eigentlich ganz gut dabei. Klappbare Campingstühle + Tisch haben wir genauso wie leichtes Campingbesteck und Geschirr und so typischen Kleinkram wie Heringe en masse, Planen, faltbarer Wasserkanister, Batterie-LED-Laterne etc.pp. Was ansonsten nur noch fehlt wäre ein Camping-Kleiderschrank zum falten, da wir bisher beim Zelten immer aus Kisten im Kofferraum "gelebt" haben. Aber da der Falter mit 650€ recht preiswert war bleibt auch noch etwas Budget übrig für die Reparaturen und so Anschaffungen wie eben Kühlbox oder Kleiderschrank.


Die letzte Septemberwoche haben wir Urlaub und bis dahin möchten wir den Falter reisetauglich machen :camp1

Bis dahin möchte ich auf jeden Fall erstmal:
- die Matratzenproblematik gelöst haben
- Zelt grundgereinigt und ausgebessert
- Gummis erneuert
- fehlendes Gestängeteil funktional
- Deichselbox + Lösung, um obenauf die Matratze zu transportieren

angegangen und erledigt haben.


Vielleicht hat ja der eine oder die andere Ideen und Tipps, wie wir das alles umsetzen können?
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Wappen12
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Wappen12 »

Moin und Glückwunsch zum Erwerb des " Faltis " :hi:

Schaue doch hier wegen der Deichselbox : https://www.josefsteiner.de/alu-transpo ... blech.html .

Mach doch erstmal ein Test ob das Zelt überhaupt Undicht ist, lasst es mal übers WOE stehen und schaut dann. :zwinker: Reinigen nur mit eine weichen Bürste und Wasser , ohne Irgend eine Seife drinne :roll:

zum Imprägnieren werden sich sicherlich die Profis dazu melden. :dhoch:

( Hochruckdruckreiniger macht die Baumwolle kaputt :lol ), der Rest was auf dem Zelt drauf ist , ist halt Patina, gehört halt so :klapp:

Gruß Holger
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Exfalter »

Hallo Stefan,

Glückwunsch zum Océane! Rein optisch eine gute Basis!

Zum Vorzeltgestänge: Ich tendiere dazu, dass die hinteren vertikalen und Dachstangen mehr in die Mitte müssten. Bin mir da aber auch nicht so sicher. Unser früherer Jamet Canyon hatte eine ähnliche Vorzeltgröße und da waren die Stangen gleichmäßiger verteilt.
Das Zelt auf keinen Fall mit Hochdruckreiniger bearbeiten. Damit beschädigst du es! Wenn Reinigungsmittel erforderlich, dann allenfalls einfache Kernseife. Ich würde das aber eher nicht machen. Die Innenzelte würde ich definitiv verwenden, denn sie sind Schutz vor dem Berühren der äußeren Zelthaut, haben Thermofunktion und bieten vor allem Insektenschutz. Waschen, ggf. einfärben und ausbessern, sollte relativ einfach machbar sein. Neue Gummibänder lassen sich dann auch gleich annähen.
Ich würde auch erst testen, ob eine Imprägnierung erforderlich ist. Dazu wurde hier im Forum schon reichlich geschrieben.
Die alten Zeltgummis sind auch bei unserem Scholz Brüderchen inzwischen sehr mürbe. Ich werde vermutlich zu solchen Teilen hier greifen. Die sind universell verwendbar und lassen sich in die original Ösen gut einhängen.
Die Matratzen scheinen mir echt dünn zu sein. Vermutlich passt nicht viel mehr zwischen die Platten? Ich würde auf neue setzen mit höherem Raumgewicht bei originaler Größe. Eine Alternative könnte ein Matratzentopper sein, der über die Matratzen und Sitzpolster gelegt wird. Aber auch der muss transportiert werden. Evtl. auf dem zusammengeklappten Falter zuoberst unter der Plane.
Wenn ich wieder zuhause bin (wir sind gerade mit unserem Brüderchen in NL in der Provinz Limburg zwischen Heerlen und Maastricht auf einem CP), schaue ich mal, ob ich noch den Trigano-Prospekt von vor über 20 Jahren finde. Vielleicht finde ich da noch Hinweise, die für dich nützlich sein können.

Viele Grüße, Stephan

PS: Prüfe die Spannleinen auf Reißfestigkeit! Es ist wenig erbaulich, ohne Ersatz auf dem CP zu stehen und sämtliche Abspannleinen sind vom UV-Licht mürbe geworden! Beim Wagenzelt unseres Brüderchens brauche ich sowas nicht, aber beim Vorzelt habe ich nicht lange gefackelt und sofort neue gekauft...
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

gestern zugelassen und versichert sowie auch mal ausgemessen und einiges an Ersatzteilen und Zubehör / Campingausstattung geordert

der vordere Querträger hat Rost angesetzt an den äußeren Stellen unter der Farbe, haben wir abgeschliffen und ist nun mit Metallschutzfarbe neu versiegelt. Ist soweit ich das erkennen kann (bin unter dem fahrgestell rumgekrabbelt) die einzige Roststelle
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die Innnezelte haben wir erstmal raus getan, wir wollen den Innenraum ein wenig umbauen mit einer 2x2m Schlaffläche, dazu kommt dann ein passendes Innenzelt rein
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hier ist noch eine Zeltstange defekt, da wei ich noch nicht so recht, wie ich das reparieren kann. Es scheint die Halteklemme abgebrochen zu sein
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

kann vielleicht noch der ein oder die andere was zu den offenen Fragen & Problemchen sagen?
Stefanseiner hat geschrieben: 19.08.2023 09:51 - 100er Zulassung: leider nicht vorhanden. Gibt es Erfahrungen zum Trigano Oceane, was dafür notwendig ist? Laut Vorbesitzer "nur" Radstoßdämpfer.
- Auflaufbremse: brauche ich eigentlich nicht, im Gegenteil, ein Auflaufen bergab würde sogar den Akku des Autos stärker laden. Kann man die vielleicht irgendwie arretieren und außer Kraft setzen? Wobei ich mir vorstellen kann, dass sich dann die Bremsbacken irgendwann festsetzen, wenn sie dauerhaft nicht benutzt werden, was dann Stress beim nächsten TÜV gibt
- Zeltflicken überprüfen und ggf. nacharbeiten. Was nimmt man hierzu am besten? Zeltflicken zum Aufbügeln?
- eine passende Aufbauanleitung wäre toll, wenn die jemand hätte. Im Netz finde ich nur was für den Trigano Oceane GL aber der ist doch ein gutes Stück anders aufgebaut.
- bei den vier Füßchen der Schlafkabinen sind die meisten der "Kugelfüßchen" weg. Wie heißen die denn richtig, damit ich mal nach Ersatz schauen kann?
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Fuzzy »

Leergewicht des Zugfahrzeugsx0,3 wenn keine Stoßdämpfer vorhanden sind. Das wären dann 1700Kgx0,3= 510Kg zulässiges Gesamtgewicht des Anhängers.
Dabei ist es egal ob du eine Bremse hast oder nicht. Für die 100er bringt sie alleine nichts. Einfach die Bremse stilllegen geht nicht. Immerhin ist die Auflaufeinrichtung als geprüftes Teil vermutlich eingetragen. Bastellösungen gibt es da sicher, auf die werde ich aber nicht eingehen. Also entweder die Bremse als solche nutzen oder nach Rücksprache mit einer Prüforganisation des Vertrauens endgültig stilllegen. Dabei aber auch an den Wiederverkaufswert denken.
Gruß Ralf
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Exfalter »

Hallo Stefan,

ist die kaputte Zeltstange einer der Dachbügel vom Wagenzelt? Die bleiben doch zusammen. Kann man das nicht schweißen? Wozu dient das Loch in dem Bogen?

Zeltstoff: Wenn ich das richtig gesehen habe, sind da schon 3 Flicken am Zeltdach. Ich würde damit weitermachen. Bügelflicken habe ich auch verwendet, aber ich habe meine Zweifel bezüglich der Dauerhaltbarkeit des Klebers. Am Ende ist es besser, Flicken aufzunähen. Zudem habe ich keine Baumwoll-Bügelflicken bekommen, nur Airtex-Gewebe.

Du hast vor, einen Deichselkasten zu montieren. Außerdem schwebt dir wohl der Gedanke an eine Gepäckgalerie mit Fahrradträgern durch den Kopf. Alles gut und schön. Wie hoch ist das zulässige Gesamtgewicht des Océane? Auflasten geht wohl bei der Achse und den 10-Zöllern nicht. Die dürften bei rund 350kg pro Rad am Ende sein (vorausgesetzt, man reizt den zulässigen Reifenluftdruck ganz aus, was aber gerne mal zum Hüpfen des Anhängers auf Straßenunebenheiten führt). Und dann willst du noch die 100-er Zulassung... Ich weiß nicht, ob ich in dem Fall die Auflaufeinrichtung stilllegen würde!

Viele Grüße, Stephan
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

He, danke für eure Antworten :winkend:
Fuzzy hat geschrieben: 23.08.2023 20:50 Leergewicht des Zugfahrzeugsx0,3 wenn keine Stoßdämpfer vorhanden sind. Das wären dann 1700Kgx0,3= 510Kg zulässiges Gesamtgewicht des Anhängers.
bedeutet das, ich dürfte mit dem Falter 100 fahren wenn die 510kg inkl. Zuladung nicht überschritten werden, oder muss dann das zul. Gesamtgewicht unter Punkt 7.1 in der Zulassung größer sein als 510kg?


Exfalter hat geschrieben: 23.08.2023 22:43 ist die kaputte Zeltstange einer der Dachbügel vom Wagenzelt? Die bleiben doch zusammen. Kann man das nicht schweißen? Wozu dient das Loch in dem Bogen?
das Loch ist ungenutzt bzw. vermute ich, dass dort original die Gummis des Innenzeltes mit einem Metallhaken eingehängt waren. Die orig. Gummis sind jedoch Geschichte und der Vorbesitzer hatte sich mit Kabelbindern beholfen deswegen weiß ich es nicht sicher.
die Stange rechts im Bild gehört zum Giebel, der quer über die Kabine zur anderen Seite geht, kann man auf dem Bild nicht erkennen. Den muss man von Hand aufrichten.
Die linke Stange muss man ebenfalls von Hand aufrichten und in den Giebel einklippsen, auf der anderen Seite das Äquivalent hat am Ende eine Plastikklammer, die in die Giebelstange einklickt.
Hier sieht man es besser:
Bild

Exfalter hat geschrieben: 23.08.2023 22:43 Zeltstoff: Wenn ich das richtig gesehen habe, sind da schon 3 Flicken am Zeltdach. Ich würde damit weitermachen. Bügelflicken habe ich auch verwendet, aber ich habe meine Zweifel bezüglich der Dauerhaltbarkeit des Klebers. Am Ende ist es besser, Flicken aufzunähen. Zudem habe ich keine Baumwoll-Bügelflicken bekommen, nur Airtex-Gewebe.
OK dann werde ich wohl auch erstmal Bügelflicken benutzen, das scheint mir einfacher zu sein

Exfalter hat geschrieben: 23.08.2023 22:43 Du hast vor, einen Deichselkasten zu montieren. Außerdem schwebt dir wohl der Gedanke an eine Gepäckgalerie mit Fahrradträgern durch den Kopf. Alles gut und schön. Wie hoch ist das zulässige Gesamtgewicht des Océane?
345kg leer und 600kg zul. Gesamtgewicht.
Deichselbox wird nur 152 Liter haben und Fahrradträger allenfalls für ein Kinderrad, falls ich das nicht anderswo unter bekomme.
Die Auflaufbremse stillzulegen - da hängt jetzt nicht mein Herz dran. Ich finde sie lediglich unnötig. Hinderlich beim Rückwärtsfahren (wobei der Oceane sehr wahrscheinlich bereits eine Automatik hat, muss ich mal nachschauen, hab nur mal eben gegoogelt) und beim Auflaufen bringt sie auch keinen echten Vorteil wie ich finde. Ich habe in letzter Zeit rund 20x mit einem ungebremsten 750kg Hänger voll geladen (eher ein paar kg zu viel als zu wenig) Brennholz für die nächsten Jahre eingefahren und selbst bei einem steilen Berg mit 10% Gefälle runter hat das nicht spürbar geschoben, macht aber durch Rekuperation den Akku wieder voll. Naja, ich werde diesbezüglich sicher nichts illegales rumbauen oder irgendetwas teuer umbauen lassen, ich dachte eher es gäbe vielleicht eine Möglichkeit wie die Rangierarretierung bei den alten ohne Rückfahrautomatik, die man dauerhaft drin lassen kann und auch darf.
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Fuzzy »

Das bedeutet dass du den Anhänger auf 510Kilo ablasten müsstest. Bei der Berechnung der 100er zählen immer die eingetragenen Gesamtgewichte.
Wenn du die Stoßdämpfer zur vorhandenen Bremse nachrüstest ist der Faktor 0,8 da er als "Wohnwagen mit Faltaufbau" typisiert ist , also 1700x0,8= 1360Kg.
Wo liegen denn deine Reiseziele? Da die 100er eh nur auf deutschen Autobahnen gültig ist stellt sich immer die Frage ob es sich überhaupt rechnet. Dann darfst du nämlich auch spätestens alle 6 Jahre die Reifen wechseln.
Im Ausland bringt dir die 100er nichts.
Zum Thema Bremse: Du hast eine Rückfahrautomatik. Diese wurden Anfang der 80er Jahre Pflicht. Es gibt sogenannte Rückfahrsperren um (schwere) gebremste Anhänger rückwärts Steigungen hochzuschieben. Diese setzen die Bremsen kurzzeitig außer Kraft. Die lösen dann aber automatisch beim vorwärts fahren wieder.
Meiner Meinung nach ist die zusätzliche Sicherheit einer schon vorhandenen Bremse mehr wert als die evtl. höhere Rekupation. Urlaubsfahrten finden ja meist zu großen Teilen auf der Autobahn statt wo eher weniger gebremst wird. Im Stadtbetrieb des Anhängers mag das ja anders aussehen. Du packst dir ja vermutlich auch keine Betonplatten in den Kofferraum damit das Auto mehr schiebt...
Gruß Ralf
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

das ist wohl wahr...
Ich hab nochmal in den KFZ Schein geschaut, eingetragenes Leergewicht ist 1.845kg, das mal 0,3 ergeben 553,5kg die der Hänger dann haben darf.
Nun überlege ich noch, ob ich den Falter ablasten soll auf 550kg. Dann hätte ich noch immer etwas mehr als 200kg mögliche Zuladung und der Aufwand wäre wohl überschaubar.
Größere Umbauten werde ich nicht vornehmen (Stoßdämpfer, Antischlingerkupplung), dann verzichte ich lieber auf die +20kmh innerhalb Deutschlands.
Weiß jemand, ob man in jedem Fall ein neues Typenschild über das neue Gewicht nach dem Ablasten benötigt, vom Hersteller des Falters?
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Fuzzy »

Das Leergewicht ist normalerweise ohne Zubehör wie Ersatzrad, Vorzelt, Matratzen, Küche usw. Da ist wiegen angesagt um auf die tatsächlich noch mögliche Zuladung zu kommen.
Eine ASK würde den Faktor von 0,8 (Bremse+Dämpfer) auf 1 hochsetzen was dir aber gewichtsmäßig keinen Vorteil bringen würde. Über den Sinn einer ASK bei kleinen Anhängern gehen die Meinungen auseinander. Ich habe eine dran die ich noch da liegen hatte. Auf jeden Fall ist der Anhänger nochmals einen Tacken ruhiger hinten dran.

Das Typenschild wird dann entweder vom Prüfer umgestempelt oder du besorgst dir ein blanko-Typenschild dass dann neu gestempelt wird. Vom Hersteller benötigst du da nichts.
Gruß Ralf
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Stefanseiner »

Fuzzy hat geschrieben: 24.08.2023 09:06 Das Leergewicht ist normalerweise ohne Zubehör wie Ersatzrad, Vorzelt, Matratzen, Küche usw.
ach Mist, dann wiederum könnte die Sache eng werden. Das Vorzelt ist mit seinem Metallgestänge doch recht schwer. Da muss ich dann wohl erstmal auf eine LKW-Waage fahren


Noch zwei andere Fragen:
1. weiß jemand, wie diese Füße mit Kugelkopf heißen und/oder wo man die herbekommt?
Drei der vier Teller sind weg und es ist nur noch die Kugel übrig.
Bild - Bild


Alternativ, vielleicht weiß jemand was anderes, was man hernehmen könnte?
Ich hatte schon überlegt, das Gestänge unten durchzubohren und solche Füßchen zu verbauen
Bild
Bildquelle: eBay.de


2. ich möchte heute im Baumarkt eine Holzplatte kaufen um die Sitzniesche zu überbrücken und zum Bett umzubauen.
Welches Holz soll ich dazu nehmen? Birke Multiplex ist zwar megastabil, aber feuchtigkeitsempfindlich, das schimmelt in der Garage (hab da ein paar unbehandelte Stücke rumstehen).
Pappel? Kiefer? Hier ein Bild vom Original
Bild
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Fuzzy
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Fuzzy »

Für die Teller würde sich 3D-Druck anbieten. Bei Thingiverse findet sich ziemlich viel.
Ansonsten: https://www.campingwagner.de/product_in ... gLtE_D_BwE
falls sie vom Kugeldurchmesser passen.
Die Stützplatten würden sicher auch gehen, sind aber recht groß. Das kann ein Vor und ein Nachteil sein. Zur Not müsstest du sie halt beim Abbau des Falters abnehmen.
Gruß Ralf
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Nordseefan »

Imprägnieren: Da würde ich erst mal prüfen ob das Zelt undicht ist. Dann hast Du Geld & Mühe gespart.

Stromversorgung: Wir haben einen Verteiler mit 5 Steckdosen Sicherung und FI. Dieser hat auf der Rückseite zwei Kunststoffschellen welche sich an den Zeltstangen anklippsen lassen. Gibt es in jedem Campinghandel. Finde ich ganz praktisch. Zusätzlich habe ich auch immer ein paar Klett-Kabelbinder dabei. Damit kannst Du die verschiedensten Kabel befestigen, damit nicht alles quer in der Gegend rumhängt.

Bei den Füssen würde ich die Kugel abbauen und gegen normale Tellerfüsse (aus dem Campinghandel) ersetzen. Wir benutzen ebenfalls die Bigfoots (Bild:Ebay) zusätzlich wenn der Untergrund weich ist. Nachteil diese musst Du jedes mal anbauen resp. nachher wieder abbauen. Festmachen ("Loch durchbohren") würde ich nicht, weil es evtl. dann Probleme beim Einklappen gibt. i.d.R. wird ja dann eine Seite darauf geklappt.

Die Höhendifferenzen beim Bett würde ich mit einem Brett ausgleichen resp. wenn Du eh auf 2x2m Liegefläche gehen willst, wirst du ja eh den Mittelgang mit einem Brett überbrücken. Evtl. kannst Du ja auch ein seitliches Brett dafür nutzen und abbauen. Auf der Seite ohne Brett wäre dann noch Platz für Material, Kleider Aufhängung etc. Man müsste halt jedesmal über Bett kriechen.

Matratzen: Ja die sehen arg dünn aus. Wir hatten im Jamet schon Standard dickere, haben aber dann noch mit schwarzen Schaumstoffmatten aus dem Campinghandel die Höhe verdoppelt. Hier lag zuerst die Idee nahe alles rauszuwerfen und gleich dickere Matratzen zu nehmen. Diese hätten wir dann aber nicht mehr einklappen können. Die Zusatzmatratzen haben wir im eingeklappten Zustand oben auf gelegt. Die haben noch gut unter die Plane gepasst.

Für die Kochgelegenheit würde ich auch einen Küchenschrank nehmen, so einen hatten wir beim Zelten vorher auch immer dabei. Da hat es grundsätzlich zwei Arten: 1. klappbar und 2. steckbar. Hat beides Vor- und Nachteile. Der Faltbare ist schnell aufgestellt - braucht aber i.d.R. mehr Platz. Der Steckbare lässt sich besser verstauen, ist i.d.R. kleiner vom Packmass - dauert aber länger zum Aufbauen. Einige haben neben der Kochstelle mit Windschutz auch noch Waschschüsseln welche sich z.B. seitlich rausziehen lassen. Das ist ganz praktisch für benutztes Geschirr was man ggf. etwas später erst abwaschen will. Man hat dann keine Spülschüssel mit gebrauchtem Geschirr rumstehen.

Die Gümmiösen habe ich zum Schluss mit einem Gummiseil/Flexseil ersetzt. Einfach Stücke schneiden durchfädeln und verknoten. Das hat super funktioniert und vor allem dauerhaft gehalten.

Ach ja, einen Vorzelt Teppich hast Du? Wir haben da im Campinghandel so ein Gummiboden mit Netzstruktur benutzt. Ok, bei mehr als zwei Wochen wächst das Gras durch :D du steht aber bei Regen nicht gleich im Sumpf und die Sachen (Schränke, Kisten etc) bleiben auch von unten sauber. Das spart Reinigungszeit beim Abbauen.
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Exfalter
Hardcore-Camper
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Re: Trigano Oceane von 1994 runderneuern - Anfänger hat viele Fragen

Beitrag von Exfalter »

:hi: Stefan,

jetzt hast du schon jede Menge Rückmeldungen. Hier noch welche von mir :zwinker:

Wegen der Stangenfüße: Unser Jamet Canyon hatte keine Kugelgelenkfüße an den Bettplatten, sondern einfache Kunststoffkappen. Damit die im weicheren Boden nicht einsinken, hatte ich einfache Zeltstangenfüße untergelegt. Die nutze ich gerade im Moment auch noch bei unserem Vorzelt und bei meinem Fahrrad. Sonst versinkt es im Boden... ;) Irgendwo hatte ich die Dinger sogar mal aus Metall gesehen. Ist aber nicht nötig. Auch die Plastikdinger halten ewig (bei uns schon 20 Jahre). Die verschwinden nach Gebrauch in der Heringskiste, die uns zugleich als Eintrittstufe dient.

Wegen des Gewichtes: Muss das Vorzelt samt Gestänge in den Falter? Wir transportieren schon von Anfang an (das heißt mit unserem allerersten Wohnwagen anno 1989) das Vorzelt im Auto. Das hat den Vorteil, dass man es z.B. bei einer Zwischenübernachtung nicht erst aus dem Falter/Wohnwagen raus und wieder reinlegen muss und zudem ist das Gewicht schon gut mal im Zugfahrzeug.

Zur Küche: Unser antikes Brüderchen hat von Haus aus keine Küche (mehr). Also habe ich bei dem bekannten Campingausstatter F... B... einen klappbaren (weil schneller) Küchenschrank gekauft. Theoretisch ist der echt prima. Hat aber praktisch ein paar Schwächen:
1. Das ganze Gerödel inklusive Schrank muss separat transportiert, mehrfach in die Hand genommen, aufgebaut, sowie ein- und ausgeräumt werden.
2. Das von mir gewählte Modell Diego neigt im Original-Zustand dazu, bei voller Beladung zusammen zu fallen. Zumindest der Stoffteil. Das Gestell steht stabil. ich musste etwas nachbessern. In diesem Urlaub gab es noch keinen Zusammenbruch...
Für den Jamet Canyon hatte ich damals eine Küche gebaut. Mit Schrankfächern, Schubladen, 2-flammigem Kocher und Spülbecken. Die konnte im Falter transportiert werden, war zwar kein Leichtgewicht, aber man musste nicht alles mehrfach anpacken, bis man sie benutzen konnte. Seit diesem Urlaub schwebt mir sowas auch für unser Brüderchen vor, allerdings ohne Spülbecken. Anregungen dazu gibt es im www genug. Falls du Bastellaune hast: Suche mal nach "chuck box" und lass' dich inspirieren.
Falls du doch eher auf eine "normale" Camping-Küche bestehst: Auch die gibt es häufig via Kleinanzeigen zu günstigen Preisen.

Zuguterletzt - Spanngummis Innenzelte: Die Innenzelte würde ich niemals mit Kabelbindern aufhängen, denn die geben ja nicht nach! Es könnte sein, dass man sich nachts umdreht und etwas am Innenzelt zieht. Mit Kabelbindern würde der dünne Innenzeltstoff wahrscheinlich reißen.

So, und jetzt mach' was draus! :klapp:

Viele Grüße, Stephan
Hinweis für Allergiker :
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